Reise

Plitvicer Seen im Mai

Ende Mai habe ich noch mal ein paar Tage an den Plitvicer Seen verbracht. Es war nicht ganz so voll wie letztes Jahr im August, aber auch schon voll genug. Da ich mit meinem Vater unterwegs war, habe ich erst gar kein Stativ mitgenommen. Einige Schnappschüsse sind trotzdem ganz schön geworden, finde ich.


Zagreb

Trg bana Josipa Jelačića (Jelačić-Platz) mit Kathedrale am Abend – Zagrebs Hauptplatz.

In Kürze mehr! 😉

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Ramsau – St. Sebastian

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Man glaubt es kaum, aber auch dieses kleine Örtchen Ramsau, wo es – außer den herrlichen Bergen natürlich – neben der Kirche St. Sebastian, die Motiv vieler Postkarten und Prospekte ist, und der manchmal jadegrün rauschenden Ramsauer Ache nicht viel zu sehen gibt, ist offenbar ein wichtiger Punkt auf der „Germany Must See-Liste“ asiatischer Touristen. Dieses Mal ließ sich sogar ein asiatisches Brautpaar auf der Brücke fotografieren.

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Plitvicer Seen – Teil 3

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Wenn man – wie ich – nicht ganz so sorglos gut zu Fuß und bei Kräften ist, macht man sich bei neu zu erkundenden Plätzen vielleicht schon ein paar Gedanken, wie: Was ist, wenn ich irgendwo abbrechen muss, weil ich nicht mehr kann? Was ist, wenn ich mich verlaufe und dadurch den Weg stark in die Länge ziehe? Kann so ein großer Park überhaupt übersichtlich genug und gut genug ausgeschildert sein? Wie komme ich überhaupt von der Schluchtkante nach unten und wie auch wieder hoch, wie hoch ist das überhaupt und schaffe ich das? Diese ganzen Sorgen kann man sich in Plitvice getrost sparen, wenn man nicht gerade mit dem Rollstuhl, dem Rollator unterwegs oder sonstwie ganz schlecht bei Kräften ist. Ich habe jedenfalls auch Leute mit Krücken, Kinderwagen und 7 Hunden an der Leine gesehen, geht alles. Ich hatte mir natürlich auch vorher schon mögliche Touren, die mit Stundenangaben versehen waren, genau angekuckt und ausgesucht. Aber da sah man erst mal nicht, wo was genau ist und wo es hoch und runter geht, aber hat man erst mal den Einlass 1 passiert und wirft gleich zwei Minuten später einen Blick auf den höchsten Wasserfall, fallen schon mal alle Fragen von einem ab und man genießt einfach nur den Anblick und dann folgt man erst mal dem Weg. Kurz: Ich glaube nach meinen vier Tagen dort nicht, dass man sich verlaufen kann oder auf irgendwelchen einsamen Wegen verlorengehen kann. Einsame Wege? Doch, einmal, nämlich an dem verregneten Tag, fand ich einen solchen. Ich hatte ich mich dafür entschieden, den gegenüberliegenden Höhenweg über der Schlucht mit einigen Aussichtspunkten auf die Seen zu erkunden. Und das war eine gute Idee. Während sich die immer noch in genügender Anzahl vorhandenen, bunte Regencapes tragenden Tagesausflügler auf den Hauptwegen tummelten, schlug ich den Weg nach oben ein und hatte einen wundenschönen Waldweg ganz für mich alleine. Es gab diverse Ausblicke auf die Seen und einge Wasserfälle darunter. Und just als ich schon trotz der Regensachen ziemlich durch war und mich nach einer Hütte sehnte, kam sie auch kurz darauf oberhalb des großen Wasserfalls. Als ich an einem sonnigen Tag noch mal hier lang ging, war es immer noch relativ leer im Vergleich zu den unteren Hauptwegen, diesen schönen Weg oberhalb der unteren Seen zwischen der Anlegestelle am Kozjaksee und dem großen Wasserfall sollte man sich zur Entspannung nicht entgehen lassen, wenn man genügend Zeit hat.

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Verlaufen: Nee, kann man sich eigentlich nicht, denn man läuft ja eh immer zwischen Leuten, vor einem, hinter einem, neben einem. Eine Karte sollte man schon dabei haben, damit man den Überblick nicht verliert, wo man sich gerade befindet. An jedem See ist ein Schild angebracht, das dessen Namen, Fläche, Tiefe und Position in der Kaskadenkette anzeigt.

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Ein großer Knotenpunkt im Park ist die Schiffsanlegestelle am Kozjaksee, wo es eine Wiese mit Tischen und Bänken, zwei Schnellrestaurants, einen Souvenirladen und Toiletten gibt. Um bei schönem Wetter noch mal auf den oberen Waldweg zu gelangen, passierte ich diesen Punkt. Und ich war sehr sehr froh, dass ich an diesem Tag nicht mit dem Schiffchen fahren wollte… irgendwo rechts hinten ist die Anlegestelle.

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Zum Schluss noch ein paar allgemeine Eindrücke:

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Plitvicer Seen – Teil 2

Hier Teil 2 ohne Menschen. Vielleicht mache ich noch einen kleinen Schlussbeitrag mit Leuten im Bild…


Plitvicer Seen – Teil 1

Im Nationalpark Plitvicer Seen – Plitvička jezera – hat die Natur aus Dolomit, Kalkstein und Travertin eine herrliche Wasser-Terrassenlandschaft aus 16 über Wasserfälle und Kaskaden verbundenen Seen gebildet auf einer Länge von zirka 7 Kilometern. Leider hatte ich nur vier Tage Zeit, um diesen wunderbaren Ort zu erkunden. Das Fazit in Kürze: paradiesisch schön, zu wenig Zeit, „falsche“ Jahreszeit = viel zu viele Besucher, zufrieden mit erster Erkundung, muss wiederholt werden. Die Farben und die Klarheit des Wassers sind umwerfend, sah man vom Weg oder Steg aus in die Seen, hatte man das Gefühl, in ein Aquarium zu kucken. Auf den Bildern sieht die Landschaft meist malerisch einsam aus, in natura läuft man allerdings – auch bei frühem Aufbruch – oft über lange Strecken im Gänsemarsch und hat wenig Möglichkeiten, stehen zu bleiben, geschweige denn Platz und Ruhe, um das Stativ hinzustellen. An vielen Stellen wird das schon durch die ständig unter den Tritten vibrierenden Holzbohlen vereitelt. Fotos im Netz beweisen aber, dass es auch Jahres- und Tageszeiten geben muss, an denen ein ruhiges und entspanntes Fotografieren möglich ist. 🙂 Die Schlange im Wasser ist übrigens eine harmlose Würfelnatter.

Fotos anklicken für Großansicht!

Und wer gerne die passende akustische Untermalung beim Betrachten hätte, kann sich die im Kommentar von „autopict“ hinterlegte Titelmelodie von „Ein Schatz im Silbersee“ anklicken. 🙂


Keilfleck-Mosaikjungfer ♂ (Aeshna isoceles)

Die Holzstege in Plitvice führen an einigen Stellen durch Schilfgürtel, so auch der erste Steg, den man vom Eingang 1 aus kommend in Richtung des großen Wasserfalls betritt. Als ich am späten Nachmittag hier auf meinem Weg zum Ausgang war, traf ich dort einige Keilfleck-Mosaikjungfern an, die sich um ihr Territorium stritten und sich ein paar Nachmittagssnacks fingen. Erschwert wurde das Anpirschen zwar immer wieder von den immer noch in ausreichender Zahl in beide Richtungen durchlaufenden Besuchern, aber mit Geduld konnte ich trotzdem noch ein paar gute Schüsse landen. Auch diese Art schien hier nicht allzu scheu zu sein, gewöhnt an die Touristenmassen. Eine von ihnen flog, als sie mich ausgiebig inspizierte, mir direkt ins Gesicht. Der namensgebende gelbe Keil auf den oberen Hinterleibssegmenten ist hier nur schwach zu erkennen.

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Der nächste Unerschrockene: Kleine Zangenlibelle ♂ (Onychogomphus forcipatus)

Ähnlich unerschrocken wie der Kleine Blaupfeil waren auch die Männchen der Kleinen Zangenlibelle, einige traf ich im Bereich des Kleinen Blaupfeils an, andere ganz am anderen Ende der Seenschlucht, am Veliki slap, dem großen Wasserfall.

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Kleiner Blaupfeil – touristenerfahren ♂ (Orthetrum coerulescens)

Bei meinem Besuch der Plitvicer Seen in Kroatien habe ich natürlich auch Ausschau gehalten nach Libellen. Die angesetzten vier Tage im Nationalpark und die Tatsache, dass ich mich erst mal orientieren musste und es auch einen Regentag gab, machten die Libellen allerdings zu reinen Zufallsfunden. Umso mehr freute es mich, dass drei der gesichteten Arten offenbar touristenerfahren waren und sich von den passierenden Menschenschlangen auf dem schmalen Holzstegpfad nur wenig stören ließen und sich, wenn sie überhaupt aufflogen, ziemlich schnell wieder hinsetzten, um ihr Sonnenbad zu nehmen. Eine dieser Arten war der Kleine Blaupfeil, von der sich mehrere Männchen auf dem kleinen Stück zwischen Batinovac-See und dem Veliko-See tummelten.

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