Spitzenfleck (Libellula vulva) ♂

Meine Freude über die Entdeckung dieses frischen Spitzenfleck-Männchens wurde schnell getrübt beim Anblick seines rechten hinteren Flügels. Offenbar ist er zu tief in der Vegetation geschlüpft, wo die Entfaltung des Flügels durch Pflanzenteile behindert wurde und so verkrüppelt ausgehärtet ist. Er flatterte etwas ungeschickt im Gras herum, um sich vor dem Objektiv zu verstecken, so konnte ich ihn von verschiedenen Seiten aufnehmen.

In der Umgebung waren mehrere Exuvien zu finden.

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12 Antworten

  1. Klasse und schade zugleich. Das hat ja schon was saurierechsenhaftes…

    13. Mai 2015 um 01:15

    • Ja, ich hatte auch überlegt, ob ich als Titelzusatz „Der kleine Dino“ schreiben soll.🙂 Diese Zacken sind charakteristisch für diese Art.

      Wirklich schade, ich hab das schon öfter gesehen. Um in der hilflosen Schlupfsituation geschützt zu sein vor Prädatoren bleiben sie hin und wieder zu tief in der Vegetation sitzen.😦

      13. Mai 2015 um 07:53

  2. Hallo Cornelia,
    meinen Glückwunsch zu deiner Entdeckung.
    Da hoffe ich, dass der Spitzenfleck auch mit maladem Hinterflügel wird überleben können.
    LG Ruth

    13. Mai 2015 um 08:30

    • Na, ich weiß nicht, ich hab noch nie ein Exemplar mit so einem lädierten Flügel fliegen sehen. Einmal rumtaumeln – kommt ein Vogel geflogen…

      13. Mai 2015 um 21:40

  3. Also der Freund macht mir aus Sorgen. Wird er es überstehen?
    Eisig warme Grüße, Andreas
    http://dschungelpinguin.com

    13. Mai 2015 um 12:43

  4. Klasse Makros, wie immer eigentlich!

    Ein frisch geschlüpfter Spitzenfleck gehört für mich definitiv zu den schönsten heimischen Libellen. Leider hab ich im Moment so wenig Zeit, da scheine ich dieses Jahr keine Emergenz mehr live sehen zu können..

    19. Mai 2015 um 21:24

    • Die ausgefärbten Exemplar gefallen mir jetzt wieder besser, besonders die Augenfarbe. Ich hab auch kaum Zeit, leider…

      19. Mai 2015 um 21:48

  5. Hallo Cornelia,

    das ist ja wirklich sehr, sehr schade. So eine schöne Libelle. Aber mit dem lädierten Flügel sieht es wohl schlecht für ihn aus..

    Herzliche Grüße,
    Petra

    31. Mai 2015 um 21:35

    • Es gibt sicher sehr viel in unseren Augen Tragisches im Tierreich, das uns zu großen Teilen auch verborgen bleibt. Ich versuche mir auch immer zu sagen: das ist halt die Natur, es geht nie alles glatt. Aber es bleibt trotzdem traurig.

      2. Juni 2015 um 19:26

  6. PeM

    Also, mit den Exuvien kann ich mich – aus fotografischer Sicht – nicht wirklich anfreunden. Die Aufnahmen selbst sind super, aber was anderes sind wir von Dir ja nicht gewohnt😉

    17. Juni 2015 um 07:50

    • Es geht ja dabei nur um Dokumentation, nicht um fotografische Schönheit. Man gewöhnt sich an deren Anblick, wenn man die Flugdrachen lieb hat.😉

      17. Juni 2015 um 22:00

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