Libellen am Plessower See

Ganze zwei Stunden konnte ich in meiner Urlaubswoche der Libellensuche widmen. Ich wusste, wo ich suchen muss, dass ich in diesen zwei Stunden am späten Vormittag allerdings 11 Arten zählen würde, damit hatte ich allerdings nicht gerechnet. Und dann noch der Hammer: eine für mich neue Art, die Fledermausazurjungfer. Zwei Arten konnte ich nicht fotografisch festhalten: eine Smaragdlibellenart und die Große Königslibelle. Als ich den Weg an der Wiese entlang ging, die sich an den sumpfigen Uferstreifen anschließt, hörte ich plötzlich ein laut knisterndes Aufbrummen und sah eine Große Königslibelle davonfliegen. Nach ein paar Schritten fand ich ihr Opfer, das sie gerade verlassen hatte. Leider war es eine schöne große und noch recht frische weibliche Blaugrüne Mosaikjungfer. Ihre Farben waren noch ganz blass. Sie war sehr schlimm angefressen, auch der Kopf hing praktisch nur noch am sprichwörtlichen seidenen Faden. Ich dachte, sie sei tot, als ich sie berührte, bewegte sie aber noch die Beine. Als ich zwei Stunden später wieder an ihr vorbei kam, lebte sie immer noch!!! Armes Ding! Klickt das Bild an, um die Details zu sehen.

Angefressene Cyanea

Blaue Federlibelle, Weibchen und Männchen:

16 Juni 14 Plessower See 003 16 Juni 14 Plessower See 040

Die Große Pechlibelle, das erste Exemplar ist übersäht mit Milben. Die beiden unteren Weibchen zeigen sich noch in ihren bunten Jugendkleidern:

16 Juni 14 Plessower See 017 16 Juni 14 Plessower See 182 16 Juni 14 Plessower See 256

Hufeisenazurjungfer und Gemeine Becherjungfer:

16 Juni 14 Plessower See 030 16 Juni 14 Plessower See 154

Eine Überraschung war auch die erste Gemeine Binsenjungfer, die ich dieses Jahr sah:

16 Juni 14 Plessower See 051 16 Juni 14 Plessower See 107

Die Fledermausazurjungfer:

16 Juni 14 Plessower See 174

16 Juni 14 Plessower See 198 16 Juni 14 Plessower See 201

Großer Blaupfeil, zwei frische Weibchen, zwei frische Männchen und ein Paarungsrad:

16 Juni 14 Plessower See 228a 16 Juni 14 Plessower See 288 16 Juni 14 Plessower See 266 16 Juni 14 Plessower See 273 16 Juni 14 Plessower See 340

Und die letzte Überraschung des Tages war, dass auch schon Blutrote Heidelibellen da waren, noch nicht ausgefärbt, Männchen und Weibchen:

Blutrote 16 Juni 14 Plessower See 308

Mit meiner Beute war ich sehr zufrieden, wenn ich auch gerne noch ein paar Stündchen länger geblieben wäre.🙂

11 Antworten

  1. Unglaublich schöne und auch dramatische Bilder, aber das ist nun mal die Natur. Oft auch grausam.

    25. Juni 2014 um 06:29

    • Danke! Ja, sie sind halt keine Vegetarier😉. Das etwas Befremdliche ist für uns nur, dass eine Libellenart die andere frisst.

      25. Juni 2014 um 06:35

  2. Hallo Cornelia,
    da hast du ein sehr schönes Intermezzo deines Urlaubs erlebt und sehr schöne, gute Fotos mitgebracht.
    Glückwunsch zur Fledermaus-Azurjungfer.
    Ja, die Blutrote Heidelibelle ist in diesem Jahr sehr früh auf den Flügeln. Ich kann die massenweise Schlüpfe bei mir seit dem 10. d.M. beobachten – und so viele wie noch nie.
    Weiterhin viel Freude bei deinem Tun.
    LG Ruth

    25. Juni 2014 um 06:57

    • Danke Ruth. Ooooh, das ist ja toll, dass Du so viele Heidis beim Schlüpfen sehen kannst. Ich bin gespannt, ob sich auch diese Woche ganz woanders etwas finden lässt.🙂

      25. Juni 2014 um 07:01

  3. Ach herje😦 Ja die Natur kann grausam sein…fressen und gefressen werden…

    28. Juni 2014 um 20:04

  4. Einfach fantastisch wie du die verschieden Libellen eingefangen hast. Das sind super Fotos. Klasse

    29. Juni 2014 um 12:50

  5. Miss Catskram

    Richtig sehr schöne Fotos!

    Die Fledermausazurjungfer gefällt mir ganz besonders.🙂

    Liebe Grüße, Caro

    30. Juni 2014 um 21:18

    • Über die „Fledi“ hab ich mich auch sehr gefreut.🙂
      Danke!

      30. Juni 2014 um 22:47

  6. PeM

    Ach herrje, vielleicht hättste die Mosaikjungfer erlösen sollen, aber ganz ehrlich – ich könnte es auch nicht…
    Mein Favorit hier: Das zweite Bild der Gemeinen Binsenjungfer.

    14. Juli 2014 um 11:17

    • Ich hab hier der Natur ihren Lauf gelassen, wie sie nun mal war. Ich hätte ’se jetzt nicht zertreten können. Bei der fadendünnen Verbindung des Kopfes zum Rumpf wusste ich auch nicht, ob da überhaupt leidensfähiges „Bewusstsein“ vorhanden ist oder ob das einfach nur noch nervliche Zuckungen sind. Ich habe sie vom Weg weggelegt, damit nicht noch ein Hund drauf rumlatscht oder -kaut oder ein Fahrrad drüber fährt.

      16. Juli 2014 um 10:36

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