Das kleine Granatauge

Auf einem Streifzug durch den Düsseldorfer Südpark Mitte August hatte ich auf zahlreiche Libellen gehofft. Die vielen kleinen und auch größeren Teiche mit vielfältiger Ufervegetation sehen eigentlich immer wie ein Libellenparadies aus. Offenbar hatte ich nicht bedacht, dass sich an diesen Gewässern in einem angelegten Stadtpark auch nur die anspruchslosen Arten aufhalten, die man schon kennt: die sich fast nie setzende, immer auf Patrouillenflug befindliche Blaugrüne Mosaikjungfer und diverse Kleinlibellen. Selbst diese waren in nur kleiner Zahl anzutreffen und tanzten meist zu weit weg von meiner Linse über die Seerosenblätter. Für die Heidelibellen war es offenbar noch etwas zu früh, obwohl ich an diesem Tag die allererste in diesem Jahr dort zu Gesicht bekam, auch die Herbst-Mosaikjungfer war noch nirgends zu sehen. Meine Hoffnung auf eine Eier ablegende Blaugrüne Mosaikjungfer hat sich leider auch nicht erfüllt. Daher versuchte ich mich an der einzigen etwas zahlreicher vorkommenden Art, dem Kleinen Granatauge. Sie waren allerdings sehr ruhelos und ließen sich sehr schnell aufscheuchen. Die folgenden Bilder haben daher eher wieder dokumentarischen Wert, ich habe sie wenigstens mal erwischt, wenn auch nicht gerade schön. Interessant fand ich noch das Männchen, das gerade eine Nachmittagsmahlzeit einnahm. Wenn Ihr Euch vorstellt, dass das Kleine Granatauge gerade mal ca. 3 cm lang ist, könnt Ihr Euch besser die Proportionen der Beute vorstellen. Die Eiablage erfolgt so wie bei den meisten anderen Kleinlibellenarten, aber ich war froh, auch mal ein Weibchen gesehen zu haben.

18 Antworten

  1. die mit den roten Augen habe ich im letzten Jahr zum 1.x bewusst gesehen..wunderschön sind die Bilder..Danke sagt das katerchen mit einem LG

    30. August 2012 um 11:29

  2. Das sind wundervolle Fotos.Leider habe ich in diesem Jahr nur ganz wenige Libellen sehen können.

    LG Mathilda🙂

    30. August 2012 um 12:14

    • Danke schön. Ja, ich hab zum einen bei der Suche weniger angetroffen, zum anderen war ich wegen des Wetters aber auch selbst weniger unterwegs. Vielleicht bringt ein schöner Herbst noch was.

      30. August 2012 um 22:55

  3. PeM

    Also, zunächst einmal: Sapperlott, ist DAS ein schönes Insekt! Diese Libellenart ist mir bisher noch nicht untergekommen. Und dann: Dafür, dass diese Bilder ’nur‘ dokumentarischen Wert haben, sind sie Dir erstaunlich gut gelungen! Besonders das vergrößerte Mahlzeit-Makro haut mich um.
    Fazit: Saubere Arbeit, meine Liebe! Und kehr‘ Dein Licht nicht immer so unter den Scheffel😉

    30. August 2012 um 12:20

    • Ja, die sind hübsch, ne? Mit dokumentarisch meine ich: so wie vorgefunden festgehalten. Wenn das Dingelchen auf so einem hässlich zerfressenen Seerosenblatt im schlechten Licht sitzt, kann ich es halt nicht ändern, „schön“ wäre eben an einem Grashalm mit schön weichem Hintergrund. Diese Mahlzeit war übrigens erstaunlich schnell verputzt, ich hab zugekuckt.😉

      30. August 2012 um 16:03

      • PeM

        Ja klar, man kann halt nicht alles haben. Trotzdem sind die Aufnahmen sehr gelungen😉

        „Diese Mahlzeit war übrigens erstaunlich schnell verputzt, ich hab zugekuckt.“

        Hat man auch selten, oder?

        31. August 2012 um 09:47

  4. ich hab das granatauge bisher auch nur einmal gesehen. und die probleme mit der blaugrünen mosaikjungfer habe ich auch! verdammtnochmal, wo nehmen die die ganze energie her, dass die so mit überspeed herum- und vor allem wegfliegen?😀 ich glaube, bei mir wird das nichts mehr…

    wieder einmal sehr schön, deine aufnahmen.

    30. August 2012 um 12:51

    • Nee, das darfste doch nicht sagen, das wird schon. Man muss nur viel suchen und pirschen, wenn sich die Weibchen z. B. zur Eiablage niederlassen, hat man Glück, wie hier: https://colognelia.wordpress.com/tag/blaugrune-mosaikjungfer/ Da bringt die so schnell nichts aus der Ruhe. Und die verschiedenen Heidelibellen sind sehr duldsame Modelle, besonders die Männchen. Da kannst Du Dich jetzt im Herbst draufstürzen.😀 Und auf die Weidenjungfern natürlich.
      Danke schön!

      30. August 2012 um 15:59

      • Hab ich doch schon getan, kannst dir ja mal meine neuen Posts angucken. Zwei Arten von Heidelibellen hatte ich schon auf meiner Hand, die Weidenjungfer ging auch steil.

        Hab übrigens heute Blaugrüne gesehen, wie sie auf den Wasserpflanzen mitten im Mönchsweiher Eier abgelegt haben. War aber zu weit wech. Komisch, ich dachte, die legen ausschließlich im Moos oder?

        30. August 2012 um 19:33

  5. das zweite bild, auf dem ästchen im wasser und das letzte, wo du die eine im flug erwischt hast – großartig!!

    30. August 2012 um 16:27

    • Danke! Eigentlich fliegt das Männchen nicht wirklich, es „steht“ praktisch – am Genick des Weibchens angekoppelt – auf diesem und hält sich mit Flügelschlagen aufrecht.😉

      30. August 2012 um 19:34

  6. Wunderbar hast du die Libelle eingefangen. Klasse Bilder, das letzte Bild fasziniert mich ebenfalls besonders.

    30. August 2012 um 17:24

    • Ich habe auch meistens die Männchen mit den roten Augen gesehen, dabei finde ich aber auch die Weibchen farblich schön, daher freut mich auch das letzte Bild.

      30. August 2012 um 19:36

  7. Finde diese Aufnahmen auch sehr gelungen, ist nicht immer einfach diese Wesen abzulichten.

    saludos

    30. August 2012 um 17:52

  8. Wunderschön, der / die Kleine. Und die roten Augen sind der Hamer. Habe ich leider noch nicht in natura sehen dürfen
    LG Michel

    30. August 2012 um 19:38

    • Danke Michel! Ich habe die letztes Jahr am Chiemsee massenhaft bei der Eiablage gesehen, da hatte ich die Bilder aber verhauen…

      30. August 2012 um 22:51

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