Von der Larve zur Libelle

Heute zeige ich Euch mal ein paar dokumentarische Bilder. Ein großer Wunsch von mir ist es, mal die „Geburt“ einer Libelle mitzuerleben und fotografisch festhalten zu können. Vorerst gibt es nur einen Zusammenschnitt einzelner Schritte.

Während bei Großlibellenarten das Larvenstadium, das die Tiere im Wasser verbringen, mehrere Jahre dauern kann, ihre Lebenszeit als Libellen dagegen leider nur einige Wochen, dauert es bei Kleinlibellen, wie hier der „Großen Pechlibelle“ ungefähr ein Jahr. Dann kommt sie, oft an einem Schilfgras, aus dem Wasser und bringt ihre Larvenhaut an einer „Sollriss-Stelle“ am Kopf und Rücken zum Platzen, zieht sich rücklings aus ihr heraus und wartet die Entfaltung und Aushärtung ihrer Flügel ab. Die verlassene Larvenhaut, Exuvie genannt, bleibt am Halm hängen.

Die Larve auf dem Seerosenblatt hatte ich letztes Jahr im Botanischen Garten in Bonn gesehen, hatte wegen des schlechten Wetters aber leider keine Zeit, ihre weitere Entwicklung zu beobachten. Die Exuvie in der Bildmitte und die sich in unmittelbarer Nähe aufhaltende Pechlibelle habe ich letztes Wochenende in der Kölner Flora entdeckt – die allererste Libelle, die ich dieses Jahr gesehen habe. Da weit und breit keine andere Libelle zu sehen war, gehe ich davon aus, dass diese Exuvie zu dieser Libelle gehörte. Schön sieht so eine Larvenhaut ja nicht aus, aber ich fand es mal ganz interessant, so etwas zu sehen und wollte es Euch zeigen.

Der Name „Große Pechlibelle“ ist etwas irreführend, sie ist zwar im Vergleich zur „Kleinen Pechlibelle“ ein paar Millimeter größer, diese hier war allerdings auch nur ca. 3 cm lang, die Exuvie ca. 2,5 cm.

3 Antworten

  1. PeM

    Nein, schön sieht es wirklich nicht aus, aber doch nicht ganz uninteressant, wenn man in die Großansicht geht. Abgesehen davon sieht man dann auch, dass die Aufnahmen vielfach besser sind, als wie sie hier in der Normalansicht rüberkommen😉

    9. Mai 2012 um 12:37

  2. Danke meine Liebe! Man muss schon libellenverrückt sein, um sich über eine Exuvie so zu freuen wie ich.😀

    9. Mai 2012 um 23:45

    • PeM

      Mann muss sich einfach nur mal klarmachen, dass man sowas eben nicht oft zu sehen kriegt. Und wenn man es mit etwas, das einem selbst am Herzen liegt, auf sich selbst bezieht, wird die Freude schon verständlicher😉

      10. Mai 2012 um 12:00

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