Zieht Euch warm an…

oder: Strickkunst in Köln

Kürzlich erzählte mir meine Kollegin von seltsam umstrickten Ampeln an der Agneskirche. Da das Agnesviertel zwischen meiner Wohnung und dem Büro liegt, ging ich der Sache gleich am nächsten Tag vor der Arbeit auf den Grund. Und da waren sie: buntgestrickte Stulpen in lang und dünn oder dick und breit, manche mit einem Domspitzen-Symbol versehen, das allerdings kaum einer als solches erkennen würde, der nicht in Köln wohnt.😉 Etwas unter Zeitdruck machte ich mich also ans Knipsen. „Köln ist bunt und wird noch bunter“ steht auf den kleinen laminierten Schildchen, die an einigen der Strickröhren befestigt sind. „Ach! Ist das jetzt auch hier angekommen!“, höre ich plötzlich eine Frau neben mir sagen. Danach gefragt, wo es das denn sonst noch gäbe, sagte sie: „In London,“ und ich bemerkte jetzt erst ihren leichten englischen Akzent, „da haben sie ganze Telefonzellen umstrickt.“ Sie lachte, zog ihr Handy aus der Tasche und fing ebenfalls an, ein paar Bilder zu machen mit der Bemerkung, dass es ja ziemlich lange gedauert hätte, bis das auch hier herüber gekommen sei. Ursprünglich war es offenbar aus den USA gekommen und hat in vielen Ländern Nachahmer gefunden. Spektakulärere Beispiele und weitere Infos zeigt uns Wiki unter Guerilla Knitting und der gleichnamige Flickr-Pool. Ob man das jetzt schön findet oder nicht: bemerkenswert fand ich es allemal und einen Blogeintrag wert.😉

Und zum Schluss noch die oben genannte Agneskirche:

10 Antworten

  1. „Bestrickende“ Bilder🙂 Die Idee finde ich gut.

    20. November 2011 um 16:12

  2. Ja, so langsam greift es auch bei uns um sich😉 ich finde es witzig und auch schön🙂 Super, dass du es festgehalten hast!

    LG, Kerstin

    20. November 2011 um 23:39

  3. PeM

    Die waren vor ein paar Wochen bei einer der Talkshows, die immer Freitag Abend auf Hessen 3 laufen, weiß aber nicht mehr, welche.
    Das waren zwei Mädels, die während des Gesprächs gehäkelt haben. Eine gehäkelte Tischumrandung hatten sie vorher schon fertiggemacht, die sie dann mithilfe der Talkgäste anbrachten.
    Allerdings sorgten die Mädels für unfreiwillige Komik, da sie gehäkelte ‚Bärte‘ (die eine einen in giftgrün, die andere in zart lila) trugen. Wollten wohl nicht erkannt werden, was ich jetzt so nicht nachvollziehen kann, denn die Idee an sich finde ich witzig. Die Stadtväter wohl nicht, nur so kann ich mir die ‚Verkleidung‘ erklären.

    Okay, diese Stulpen hier sind gestrickt. Die Mädels im Fernsehen häkelten. Naja, auch egal, wa?

    Die Bilder sind toll geworden, besonders das mit der Visitenkarte und dem Fahrrad🙂

    21. November 2011 um 09:45

    • Danke schön, Euch allen, Ute, Kerstin und PeM.🙂
      @PeM Ich hab gelesen, dass es nicht als Sachbeschädigung betrachtet wird und daher auch keine rechtlichen Konsequenzen hat. Wer weiß, was sie zu ihrer Barttracht bewogen hat.😀

      21. November 2011 um 14:53

      • PeM

        Also, wenn das unter Sachbeschädigung laufen würde, verstünde ich die Welt nicht mehr…

        23. November 2011 um 20:03

        • Daher gäbe es eigentlich keinen Grund, sein Gesicht im TV zu verstecken. Ich tippe eher auf einen Gag.

          23. November 2011 um 20:08

  4. Ist DAS süß!! Schöne Bilder, Nelia.

    22. November 2011 um 18:31

  5. April

    Ich find’s lustig und herzerwärmend. Das greift um sich, glaub‘ ich. In Mülheim habe ich einen Abfallkorb umstrickt gesehn, leider ein bisschen im Dreck,

    30. November 2011 um 21:17

  6. ich finde das total zuckersüß! sowas hab ich bei uns noch nie gesehen!

    13. Dezember 2011 um 21:23

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