Heute fand ich ganz versteckt und verhuscht ein paar ganz frische Jungfräulein der Hufeisen-Azurjungfer, die sich in der Abendsonne langsam bettfein machten, winzige, von Weitem fast durchsichtig erscheinende, elfische Feinstwesen, ca. 3 cm lang:
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Am Mönchsweiher ist was los I
Im letzten Jahr hatte es mir keine Ruhe gelassen, dass Simon immer wieder von der Blutroten Heidelibelle am Mönchsweiher im Brühler Schlosspark berichtete. Die hatte ich schließlich noch nie gesehen, also fuhr ich hin und fand sie zwar nicht sofort, dafür hat sie dann kurz vor dem Nachhausefahren auf der Parkbank auf mich gewartet, um mir dann im Verlauf des Sommers immer wieder vor die Linse zu schwirren. Eine für mich neue Libellenart zu finden, ist immer aufregend und was ganz Besonderes. Als mich Simon dann am letzten Freitag mit diesem Beitrag hier überraschte, war klar: da muss ich so schnell wie möglich hin. Seine schönen Bilder machten mich richtig gierig, dieses hübsche Grünauge auch mal zu erwischen und in die Liste meiner bisherigen Funde einzureihen.
Am Nachmittag war ein ruheloses Schwirren über dem Weiher, gleich mehrere der Keilfleck-Mosaikjungfern sah ich fliegen – allein das war schon toll -, auch einige Smaragdlibellen, doch beide Arten waren nicht gewillt, sich eine Pause zu gönnen, jedenfalls nicht in Kamerareichweite. Ich tigerte den ganzen Weiher ab, einzig der gern posierende Vierfleck setzte sich nahe am Ufer so dekorativ ab, dass ich ein paar Bilder machen musste. Es fühlt sich auch immer gut an, schon mal ein paar Fotos auf dem Speicher zu haben, selbst wenn es noch nicht das ist, worauf ich aus bin. An der Stelle, wo ich den Keilfleck zuerst hatte fliegen sehen, hatte ich schließlich Glück, ihn im dichten Schilf ein paar mal zu erwischen, nicht besonders nah, aber immerhin. Ich war so darin vertieft, zu knipsen, zu spähen und aufzupassen, dass ich mit dem Fuß nicht in den Weiher rutsche, dass mir die dunkle Gewitterwand erst auffiel, als sie schon über mir stand und es zu grummeln anfing. Die ersten braunleibigen Grünäuglein:
Ich wollte den Regen abwarten und mein Glück danach noch mal versuchen, denn Simon hatte berichtet, dass er am Abend das größte Glück hatte, sie sitzend anzutreffen. Nach dem Regen dauerte es ein bisschen, bis die Libellen überhaupt wieder herauskamen, aber es war wieder richtig warm und sonnig, und so flogen sie wie zuvor, während ich immer wieder die Ufer ablief. Gegen Abend dachte langsam daran, nach Hause zu fahren, es war vielleicht auch etwas naiv zu denken, man fährt da mal eben hin und schon hat man die Libelle im Kasten. Es gehört neben der Ausdauer eben auch Glück dazu und – wie sich zeigte – auch der richtige Zeitpunkt. Vielleicht ein halbes Stündchen wollte ich noch ausharren, da sah ich den “Kollegen” kommen. So ein bisschen hatte ich schon mit ihm gerechnet. Und wie konnte es anders sein, wenn der Libellenflüsterer vor Ort ist – plötzlich klappte es auch mit den Keilflecken, die sich dann in der Abendsonne in die lose Ufervegetation setzten. Das war schon wie ein geteiltes Glück!
Frühere Versuche, Libellen im Flug zu erwischen, waren für mich meist sehr anstrengend und frustrierend. Als wir aber schon gehen wollten, stellte sich immer wieder ein Keilfleck so lange vor uns in die Luft, dass es schon einer deutlichen Einladung glich, so dass ich dann auch mal mein Glück versuchte:
Simons Parallelbeitrag gibt es hier.
Frische Azurjungfern
Leider konnte ich mich vor diesem frischen Kerlchen nicht so positionieren, dass ich auch das Abdomen scharf drauf gekriegt hätte, ich lag schon mit der Kamera am Boden, aber es saß noch ein bisschen tiefer am Teichblatt. Dafür könnt Ihr der Kleinen aber mal tief in die Augen schauen! Auf dem zweiten Bild könnt Ihr noch ganz gut die Exuvie sehen, die Larvenhülle, aus der das Tierchen nicht allzu lange davor geschlüpft war. Dann folgt noch eine weitere Hufeisen-Azurjungfer, die schon etwas Farbe bekommen hatte und die Teichumgebung erkundete. Zum Abschluss gibt es noch einen großen Brummer, einen Vierfleck, der sich wohl gerade die Augen putzt.
Rote Stäbchen überall
In den Jahren zuvor hatte ich viel mehr Azurjungfern gesehen als Frühe Adonislibellen, dieses Jahr sind rote Stäbchen überall!
Und wer immer noch nicht genug hat, bediene seine Augen hier.
Gestatten: Vierfleck (Libellula quadrimaculata)
Nun sind sie endlich da! Am Sonntag schwirrten mir die Vierflecke nur so um die Ohren, sich jagende Männchen und brummende, fliegende Paarungsräder, die nach wenigen Sekunden wieder “auseinanderfallen”. Vielleicht waren einige von ihnen an diesem herrlich sonnigen Tag erst geschlüpft, sie sahen jedenfalls aus wie “aus dem Ei gepellt” und ich entdeckte noch eine Exuvie im Schilf. Das letzte Bild dürfte ein Weibchen zeigen mit einem etwas breiteren Hinterleib. Wie in den letzten beiden Jahren ist der Vierfleck, der seinen Namen wegen der 4 kleinen Flecken in der Mitte der oberen Flügelränder hat, die erste Großlibelle (Familie der Segellibellen), die ich zu sehen kriege. Ein gewisser Glückspilz konnte da schon fettere Beute machen. Der Vierfleck wird bis ca. 4,5 cm lang und hat eine Flügelspannweite von bis zu 8,5 cm. Er gilt als nicht bedroht, ein Allertümpeltierchen um diese Jahreszeit. Dieses Jahr hat er sich wegen des kühlen Wetters allerdings ca. 3 Wochen länger Zeit gelassen mit dem Schlüpfen.























































































































































